
Die Halbinsel (mit den beiden Provinzen Herrera und Los Santos) an der Pazifikküste Panamas ist das am längsten besiedelte Gebiet des Landes. Wer die "spanische Vergangenheit und die Traditio- nen" Panamas, seine folkloristischen Feste und seine schönsten Kolonialstädte erleben möchte, der sollte einen Abstecher auf die Halbinsel machen. Die touristische Infrastruktur ist hier zwar nicht flächendeckend, doch die Halbhinsel kann problemlos mit dem Mietwagen erkundet werden.
Als Ausgangspunkt eignet sich die Hauptstadt der Provinz Herrera, Chitré wohl am besten. Die imposante Kathedrale San Juan Bautista aus dem Jahr 1844 wurde 1988 restauriert und beeindruckt durch eine Decke aus poliertem Mahagoni-Holz und großen, bunten Glasfenstern. In den Keramik- Fabriken in "La Arena" (2 km außerhalb) werden Arbeiten im "präkolumbianischen Stil" hergestellt, die ebenso bekannt sind wie die Hahnenkämpfe, die hier an Festtagen stattfinden. Freunde der Vo- gelbeobachtung sollten einen Ausflug zur Humboldt-Station an der Playa El Agallito (7 km) machen. Jedes Jahr landen hier tausende von Zugvögeln, um Rast zu machen.

32 km südlich von Chitré liegt die Hauptstadt der Provinz Los Santos, Las Tablas mit seiner schönen Barock-Kirche Iglesia Santa Librada und dem Mu- seo Belisario Porras (benannt nach dem dreimaligen Präsidenten des Landes). Die eigentliche Attrak- tion der Stadt ist aber der Karneval, mit seinen prachtvollen Kostümen und Umzügen, für den die Stadt im ganzen Land berühmt ist. Dann ist hier "der Teufel los" und in manchen Hotels muss man sein Zimmer mehrere Jahre im voraus reservieren.
10 km nordwestlich liegt der kleine Ort Parita (gegründet 1588) mit seiner schönen Architektur, die den Besucher noch heute in die Kolonialzeit zurück versetzt. Hier lebt und arbeitet auch einer der besten "Maskenmacher" des Landes.
Wer sehen möchte, wie ein Panama Hut hergestellt wird, der kann dies in dem kleinen Ort Ocú (45 km westlich von Chitré) tun, wo heute noch einige Frauen die Strohhüte herstellen und verkaufen. Für einen Hut benötigen sie zwischen einer Woche und einem Monat.
In dem charmanten, von kolonialer Architektur geprägten Ort Villa de los Santos (4 km südlich von Chitré, Provinz Los Santos) wurde am 10. November 1821 die Unabhängigkeitserklärung im heutigen "Museo de la Nacionalidad", unter- zeichnet. Auch dieser Ort hat einen berühmten Maskenmacher (Carlos Ivan de Leon), der sich auf Teufelsmasken spezialisiert hat. Sehenswert sind, neben andern Feiertagen, vor allem der Karneval und die Fiesta de Corpus Christi (Fronleichnam).

Doch auch Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. An der Ost- und Südküste der Halbinsel, findet man zahlreiche (dunkle) Strände, viele davon sind bei Surfern beliebt. Schöne weiße Strände findet man auf der Isla Iguana sieben Kilometer vor der Küste und ca. 30 km südlich von Las Tablas. Hier kann man prächtige Fregattvögel und Schildkröten beobachten und zwischen Juni und November Buckelwale sehen. Außerdem ist das Korallenriff, das die Insel umgibt, ein ideales Gebiet zum Schnorcheln.
Jedes Jahr zwischen Ende August und Ende November kommen tausende "Grüner Bastard- Schildkröten" an den Strand der Isla Caña (im Süden der Halbinsel), um ihre Eier abzulegen.
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A) Budget B) Mittel C) Luxus
A) Hotel 1, (Chitré) kleines Hotel mit 10 klimatisierten Zimmern und einer Suite (mit Jacuzzi), Restaurant, Bar, Pool und Kinderpool.
A) Hotel 2, (Chitré) 1999 renoviertes Hotel, klimatisierte Zimmer mit Kabel-TV, Telefon, Restaurant, Bar, Pool.
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