Ausflugsziele von Panama City


Der Rio Chagres - Nationalpark ist – neben dem Soberanía Nationalpark – das Wassereinzugsge- biet des Panamakanals. Über 80 Prozent des Was- sers,  das zum Betrieb des Kanals benötigt wird, sowie das Trinkwasser von Panama City kommen von hier. Neben dem Rio Chagres umfasst das Nationalpark–Gelände den Alajuela-See, traditio- nelle Siedlungen der Emberá, sowie einen Großteil des "Camino Real", jenes Landweges über den Isthmus, auf dem zu Kolonialzeiten alle kostbaren Handelswaren vom Pazifik nach Portobelo gebracht

wurden, um sie anschließend nach Europa zu verschiffen. Trotz seiner stadtnahen Lage ist der Rio Chagres Nationalpark relativ schwer zugänglich, da man ihn überwiegend auf dem Wasserweg erreicht.
Lediglich zum Cerro Jefe in der Nähe des Ortes Cerro Azul kommt man auf eigene Faust. Rund um dessen Gipfel (1007m), auf dem ein Sendemast steht, sind einige botanische Lehrpfade angelegt, auf denen man vor allem zur Blütezeit im April und Mai zahlreiche Orchideenarten bewundern kann. In die übrigen Bereiche des Parks gelangt man im Rahmen organisierter Bootstouren, die teilweise auch den Besuch von Siedlungen der Emberá einschließen. Der Rio Chagres selbst ist auch ein beliebtes Rafting-Revier, wenngleich seine Stromschnellen bei weitem nicht so spektakulär sind wie die des Rio Chiriquí.

Die Festungen von Portobelo und San Lorenzo wurden von den Spaniern im 17. und 18. Jahrhun- dert an der Karibikküste Panamas unweit des Nordendes des heutigen Panamakanals gebaut und dienten dem Schutz des spanischen Transat- lantikhandels. Sie gehören zum Unesco Weltkul- turerbe und gelten als herausragende Beispiele militärischer Architektur dieser Zeit. Beide liegen in bequemer Reichweite für einen Tagesausflug von Panama City.
Während der Ort Portobelo weniger einladend ist, liegt die Festung von San Lorenzo malerisch über einer Flussmündung inmitten eines vogelreichen Regenwaldes. Eine interessante Bootsfahrt über die Bucht von Panama – vorbei an zahllosen Ozeanriesen die auf die Erlaubnis zur Einfahrt in den Kanal warten – verspricht ein Ausflug zur Isla

Taboga, zu der regelmäßig kleine Fährschiffe vom Anleger in Balboa starten. Das Leben auf der kleinen Insel verläuft sehr gemächlich, und die Atmosphäre bildet einen angenehmen Kontrast zur Hektik der Metropole. Allerdings hat das Wasser an den Stränden nicht unbedingt Badequalität.
Einen ausgiebigen Badestopp kann man am Strand von Santa Clara einlegen, dem vielleicht schönsten Pazifikstrand in Reichweite der Hauptstadt. Diesen Ausflug kann man auch mit einem Besuch in El Valle de Antón verbinden.