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Real de Catorce |
Hotels in Real de Catorce |
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Auf mehr als 2.700 Meter Höhe am Rande der Sierra Madre Oriental liegt die ehemalige Silber- minenstadt Real de Catorce. Von den 40.000 Ein- wohnern um die Jahrhundertwende waren bis vor wenigen Jahren nur einige Hundert geblieben. Seit- dem Filmemacher den Ort und vor allem das Licht und die Landschaft der Umgebung für sich ent- deckt haben, erwacht die Stadt wieder zum Leben. Der Kinofilm The Mexican mit Julia Roberts, Brad Pitt und Gene Hackman, der hier im Jahr 2000 gedreht wurde, brachte Real de Catorce auf
![]() Zwischen dem 25. September und 2. Oktober wird die Stadt von (bis zu 150.000) Pilgern heimge- sucht, die Franz von Assisi huldigen. Auf keinen Fall sollte man eine Wanderung in die surreal an- mutende Landschaft in der Umgebung auslassen.
Die Huichol und der Peyote Kult
Die Huichol sind eines der ältesten indigenen Völker Mexikos und eines der wenigen, das seit vorkolonialer Zeit unabhängig war und nicht von der Kolonialgesellschaft absorbiert wurde. Heute leben sie meist marginalisiert, sprechen ihre eigene Sprache und verbinden sich selten mit Mestizen oder anderen indigenen Gruppen. Die religiösen und mythologischen Vorstel- lungen der Huichol basieren auf dem Schama- nimus. Die Schamanen stellen die Verbindung zur spiri- tuellen Welt über die rituelle Einnahme des Peyote Kaktus her, der im Zentrum eines komplexen Kultes steht. Seine halluzinogenen Wirkstoffe lösen die Ekstase, den Wechsel von der Alltagswelt in die spirituelle Welt, aus. Die streng geregelten Vorbereitungen beziehen sich auf das Sammeln, die Zubereitung und die Einnahme der Droge, außerdem auf die dazuge- hörenden oder zu schaffenden Umstände, wie Anlass, Wahl des Einnahmeortes und des Zeitpunktes. In den kollektiven Zeremonien der Huichol fungiert der Schamane als eine Art Führer. Seine Interpretation der Visionen, die sich unter Einfluss des Peyote einstellen, legen z.B. den besten Zeitpunkt für Aussaat, Ernte und Jagd fest. Sie dienen der Stabilisierung des jeweiligen Weltbildes und der Stärkung der kulturellen Identität. die touristische Landkarte. Seitdem wurden einige kleine Hotels eröffnet.
Der Besuch des Ortes ist eine Reise in die Ver- gangenheit: über historisches Kopfsteinpflaster führt der Weg erst nach "Villa Real de Minas de Nuestra Señora de la Limpia Concepción de Guadalupe de los Álamos de Catorce" (so der frü- here Name), bevor man mit dem 2,3 km langen Ogarrio Tunnel die einzige Zufahrt zur Stadt er- reicht hat. In Real de Catorce angekommen, stellt sich – trotz der Restaurierungsarbeiten – noch im- mer das Gefühl ein, eine Geisterstadt zu betreten. ![]() Die beeindruckende, im neoklassischen Stil er- baute Kirche beherbergt in ihrer Sakristei Tausende kleiner Altarbilder, die von Pilgern zu Ehren des heiligen Franz von Assisi (und als Dank für dessen Hilfe in Unglücksfällen) aufgestellt werden. Un- gewöhnlich ist auch die kleine Plaza Hidalgo, die terrassenartig in einen Hügel hineingebaut wurde. Einen Block entfernt liegt der einem Amphitheater nachempfundene Hahnenkampfring, in dem heute gelegentlich Veranstaltungen stattfinden. Im Norden der Stadt liegt eine Stierkampfarena.
Jedes Jahr pilgern die Huichol in den Norden des Bundesstaates San Luis Potosí, um hier den Peyote zu suchen, dessen "Knöpfe" neben anderen Halluzinogen vor allem das Alkaloid Meskalin enthalten. Nur ein geringer Teil des gesammelten Peyote wird vor Ort konsumiert. Die meisten Knöpfe nehmen die Huichol mit in ihre Heimat. Der Peyote Kaktus steht auch im Zentrum von Mythen und Sagen. In ihnen wird z.B. ge- schildert, wie der Peyote in die Welt kam und die Menschen den Umgang mit ihm lernten. Die sich auf das Halluzinogen beziehenden Mythen werden oft vor der Zeremonie rezitiert. Sie geben der Droge und ihrer Zeremonie die spirituelle Bedeutung. Bei den Huichol ist der Peyote in personifizierter Form gleichzeitig der mythische Hirsch und der Gehilfe von Tatewari, "Älterer-Bruder-Hirsch". Darstellungen von Visionen finden sich heute auch in der bildenden Kunst der Huichol. Dazu gehören farbenfrohe Gefäße und Masken aus Perlen ebenso wie kleinere Bilder aus gedreh- tem Garn. Sie werden auf Kunstmärkten ver- kauft und sind im Unterschied zu herkömm- lichen Souvenirs teuer. Die besten Arbeiten findet man in den Museen von Zapopan (bei Guadalajara), Puerto Vallarta und Zacatecas. ![]() |
A) Budget B) Mittel C) Luxus
A) Hotel 1, (nahe Friedhof), das jüngste Hotel mit fünf Casitas (teilweise mit Küche), Panorama Blicke von der Terrase.
![]() A-B) Hotel 2, (im Zentrum), kleines Hotel in restauriertem Bankhaus aus dem 19. Jhd., geräumige und liebevoll dekorierte Zimmer, Restaurant, Besitzer ist ein schweizerisch-mexikanisches Ehepaar. B) Hotel 3, (westlich des Zentrums), das beste Haus am Platz, schön restauriertes Hotel, große, farbenprächtige Zimmer, zwei der Suiten wurden von Julia Roberts und Gene Hackman bewohnt. |
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