Uaxactún

teilweise freigelegter Tempel


Die nur teilweise freigelegten Ruinen von Uaxactún liegen ca. 23 km nördlich von Tikal. Sie verdanken ihren Namen, der sich aus uaxac (acht) und tun (Stein) zusammensetzt, ihrem Wiederentdecker Morley, der hier eine Stele fand, deren Inschrift mit dem Zeichen für die Zahl Acht beginnt.

Uaxactún ist eine der frühesten historischen Stätten, die Ihre Blütezeit während der Klassik erlebte. Mit


Gruppe A

Unterbrechungen wurde die Stadt von der mittleren Präklassik (frühestes verzeichnetes Datum aus dem Jahr 328 n. Chr.) bis zur Spätklassik (spätestes Datum 889 n. Chr.) bewohnt.

Die bekannteste Struktur von Uaxactún ist der Tempel-Komplex in Gruppe E, der vermutlich als Obseravatorium, oder zumindest als Kalender-


Gruppe B


Marker diente. Hier wurden bereits am Ende der Frühklassik drei Tempel gegenüber einer Plattform so angeordnet, dass die Sonnenaufgänge an markanten Quartalsereignissen des Jahres (Sonnenwenden und Tag-Nacht-Gleiche) über die Gebäude gepeilt beobachtet werden konnten.
Blick von Gebäude E-7 wie in der Zeichnung unten dargestellt

Berühmt ist Uaxactun daher auch für die hier geleistete Verfeinerungsarbeit des Maya-Kalenders, die Verbesserung des Schriftsystems und für die hohe Qualität seiner polychromen Keramik, die in der Maya-Welt ihresgleichen sucht.

Der Besuch in Uaxactún lässt sich gut mit dem in Tikal verbinden, vor allem wenn man im Nationalpark übernachtet. Ausgangspunkt einer Tour nach Uaxactún ist Flores.


schematische Darstellung der Gruppe E