El Mirador

freigelegte Pyramide

Nahe der Grenze zu Mexiko im Norden des Petén liegt die einst grandioseste aller Mayastätten verborgen im Dschungel des Petén. Die meisten der Bauwerke sind überwuchert und auf diese Art vor Erosion geschützt. Die "El Tigre-Pyramide" mit ihren 18 Stockwerken, einer Grundfläche so groß wie drei Fußballfelder und einer Höhe von 55 Metern ist das größte Maya-Bauwerk überhaupt. Noch überragt wird es allerdings von der "La Danta-

Glyphen mit Farbresten


Pyramide", die sage und schreibe 70 Meter hoch ist. Beide lassen selbst die größten Gebäude Tikals zwergenhaft erscheinen. Der Blick von "El Tigre" ist atemberaubend und reicht an klaren Tagen bis nach Calakmul, der Maya-Legende jenseits der Grenze in Mexiko. Zu Zeiten der Frühklassik war "El Mirador" eine bedeutende Handelsmetropole, die ohne den später ver- breiteten Herrscherkult auskam.



Der Weg nach El Mirador



Mit ihren geschätzten 70.000 Einwohnern war sie zudem die erste große Stadt in Amerika. Ihre Fläche ist ebenso groß wie die von Tikal, jedoch ist die Zahl und Dichte sakraler und profaner Bauten der von Tikal noch überlegen.
Sonnenuntergang von einer Pyramide

Der Trek nach El Mirador ist mit großen Anstrengungen verbunden und dauert 4 - 5 Tage. Für alle, die den Regenwald hautnah erleben wollen und sich weder von Matsch noch von Moskitos und Zecken abschrecken lassen, ist diese Wanderung sicher eine Naturerfahrung, die bleibende Erinnerungen hinterlässt. Unterwegs wird in Camps oder in Zelten übernachtet. Diese und andere Touren starten in Flores.

Camp auf dem Weg