Chichicastenango

Hotels in Chichicastenango

Der wohl berühmteste Marktort Guatemalas, auf gut 2000 m  Höhe im Maya-Quiché Hochland gelegen, ist zum touristischen Grenzfall geworden. Pünktlich an den Vorabenden der Markttage (Donnerstag und Sonntag) findet sich in "Chichi" kein Hotelzimmer mehr, aber es sind nur zum geringen Teil Händler, die die Herbergen füllen. Die wenigsten von ihnen können sich die überteuerten  Preise leisten. Chichicastenango und sein 'typischer Indiomarkt' sind zum Muss im Ablauf jeder Studien- und Bildungsreise nach Guatemala geworden. So strömen denn die Busladungen von Touristen mit schussbereiten Kameras auf den bereits überfüllten Markt, der ein farbenprächtiges Schauspiel bietet. Die annähernd zehntausend Maya, die sich hier an Markttagen versammeln, tragen überwiegend tra- ditionelle Kleidung. Das Warenangebot ist umfas- send: Lebensmittel aller Art, Haushaltsgegenstände, Blumen, fein gearbeitete Holzmasken und vor allem alle Arten kunstvoll gewebter Textilien.
Auf den Stufen der Kirche Santo Tomás mischen sich christliche Riten mit denen der Quiche-Maya in den dargebrachten Rauchopfern. Touristen dürfen die Kirche nur durch einen Seiteneingang betreten. Das Fotografieren ist verboten.


Im benachbarten Kloster Santo Domingo wurde das berühmte Manuskript des Popol Vuh, des heiligen Buches der Maya gefunden und 1691 ins Spanische übersetzt.
Chichicastenango hat einige gute Hotels, wer aber nicht ernsthaft einkaufen und daher die Zeit vor der Ankunft oder nach der Abfahrt der Touristen- gruppen nutzen will, um besser mit den über- wiegend weiblichen Händlerinnen verhandeln zu können, kann den Ort und den Markt auch als Tagesausflug vom Atitlán-See aus besuchen.

Die meisten Reiseführer erwähnen ein Zere- monialzentrum der Maya, das zwanzig Fuß- minuten ausserhalb des Zentrums liegt. Hier finden Opfer– oder Bittzeremonien statt, die oft von Besuchern und Touristen beobachtet werden. Auch der Weg zu “Pascual Abaj” wird meist genau beschrieben, so dass man ihn auch ohne Führer findet. Oft wird man aber auch von Jugendlichen angesprochen, die sich – gegen Trinkgeld – als Führer anbieten. Ob das Erlebnis allerdings das voyeuristische Gefühl aufwiegt, dass sich unwillkürlich einstellt, wenn man einer religiösen Zeremonie beiwohnt, ohne an ihr teilzunehmen, geschweige denn, sie zu verstehen, muss jeder für sich entscheiden.
A) Budget    B) Mittel    C) Luxus

B-C) Hotel 1, bestes Haus am Platz, muss frühzeitig reserviert werden, altes Gebäude, Restaurant, Bar, Pool, schöner Innenhof. Zimmer meist mit Kamin.