Braulio Carillo Nationalpark

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Der "Braulio Carillo" ist einer der am besten zugäng- lichen und zugleich am wenigsten überlaufenen Nationalparks in Costa Rica. Seine Gründung im Jahr 1978 verdankt er mittelbar dem Neubau der Schnellstraße von San José nach Puerto Limón. Gewissermaßen als Ausgleich für diesen massiven Eingriff wurde die westlich angrenzende Berg- landschaft unter Schutz gestellt und nach dem dritten Staatsoberhaupt in der Geschichte Costa Ricas benannt.
Das Nationalpark-Gelände beginnt ca. 20 km nörd- lich der Hauptstadt. Zum Vulkan Barva gelangt man über Heredia, den nur 2 km weiter nördlich gele- genen alten Kolonialort Barva und San José de la Montaña, bis man auf einer immer steiler werden-

den Straße schließlich das Örtchen Sacramento erreicht, in dem die asphaltierte Straße endet.
Eine Wanderung zum Gipfel des Vulkans Barva (2906), der im äußersten Westen des National- parks liegt, ist ideal, um dessen entlegeneren Regionen zu erkunden. Der Weg führt durch Nebelwald mit moosbewachsenen Bäumen, deren Kronen mit Bromelien bewachsen sind. Viele Vogelbeobachter kommen hierher, um den Quetzal, den Königsgeier und andere Vogelarten, einschließlich zahlreicher Kolibriarten, zu sehen.

Einladend ist auch das Städtchen Barva am Fuß des Vulkans, eine der ältesten Siedlungen in Costa Rica überhaupt. Wahrzeichen und markantestes Gebäude des 1561 gegründeten Ortes, der unter Denkmalschutz steht, ist die "Basilica de Barva", ein Kirchenbau aus dem 18. Jahrhundert. Am südwestlichen Ortsende liegt die Finca des bekanntesten costaricani- schen Kaffeeproduzenten "Britt". Eine Tour, die stark auf den vermeintlichen Geschmack amerikanischer Besucher zugeschnitten ist, illustriert, z.T. mit multimedialen und musical- artigen Einlagen gespickt, den Prozess der Kaffeeherstellung von der Pflanze bis zur Tasse. Am Ende dieser Tour können die Besucher - wie könnte es anders sein - die beliebtesten Sorten verkosten und kaufen.

Auch Affen, Reptilien oder die berühmten Pfeil- giftfrösche bekommt der aufmerksame Wanderer zu Gesicht. Der Weg zum Gipfel bietet spekta- kuläre Blicke über neblige, dichtbewaldete Täler und führt schließlich zu drei Kraterseen, darunter der Danta-Kratersee mit einem Durchmesser von 500 Metern. Vom Gipfel selbst hat man in der Trockenzeit einen herrlichen Blick über das gesamte Valle Central.
Durch die Nähe zu San José bzw. Alajuela muss man nicht in der Nähe des Parks übernachten.

A) Budget    B) Mittel    C) Luxus

C) Hotel 1, exklusives Landhotel mit sehr stilvoll möblierten Zimmern und Suiten, chemikalienfreier Pool mit kleinem Wasserfall, Restaurant greift auf selbst und organisch angebaute Produkte zurück. Eines der besten Hotels des Landes.