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Mit einem überraschenden Angriff von der Seeseite gelang es ihnen, Granada zu erobern. Walker machte sich darauf- hin zum Oberbefehlshaber der Truppen.
Zwei Regierungsangehörige wollten mit Walkers Hilfe Vanderbilts Transportgesellschaft unter Kon- trolle bringen, was ihnen auch gelang.
Die neue Regierung, die 1856 von Liberalen gebildet wurde, ernannte Walker gar zum Präsidenten des Landes.
Ausgestattet mit erheblicher Macht annullierte Walker die
William Walker, in Mittelamerika bis heute Sinnbild des “häss- lichen Amerikaners” Transport-Konzession der ame- rikanischen "Vanderbilt Steam- ship Company" und vergab die Transitrechte auf 25 Jahre an seinen Begleiter und Partner Edmond Randolf. Um sich der Unterstützung der us-amerika- nischen Südstaaten zu verge- wissern, suspendierte Walker 1857 die nicaraguanischen Anti-Sklaverei-Gesetze, und seine Regierung wurde von der der USA prompt diplomatisch anerkannt. Dies veranlasste eine Koalition zentralamerika- nischer Staaten, mit finanzieller Unterstützung Vanderbilts, William Walker den Krieg zu erklären. Walker entging der Gefangennahme, indem er sich der US-Marine ergab. Walkers erneuten Invasionsversuch im November 1857 beendete der Kommandeur der us-amerikanischen Karibik- flotte, Commodore Pauling, der Walker zur Aufgabe zwang und erneut in die USA zurückbrachte. Seine letzte Expedition, die Walker 1860 von New Orleans aus unternahm, endete im honduranischen Trujillo, von wo aus er erneut nach Nicaragua vordringen wollte. Als seine Begleiter mangels
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Erfolg begannen, zu desertieren, wandte er sich hilfe- suchend an einem britischen Schiffskommandeur, der ihn den honduranischen Behörden auslieferte, die William Walker vor ein Kriegsgericht stellten und erschossen.
Was als Streit zwischen Liberalen und Konser- vativen begonnen hatte, brachte die beiden Par- teien letztlich im Kampf gegen die ausländischen Invasoren näher.
Die Liberalen zahlten jedoch den Preis dafür, dass sie Walker ins Land gerufen hatten. Für die kommenden drei Jahrzehnte wurde Nicaragua von den Konservativen regiert.
Die Zerstörungen und die Instabilität, die der Krieg gegen Walker Nicaragua gebracht hatten, beeinträchtigten auch die Transitroute so weit, dass sie nach der fünfjährigen Schließung zwischen 1857 und 1862 im April 1868 schließlich gänzlich aufgegeben wurde.
Das Projekt, einen Kanal zwischen den beiden Ozeanen zu bauen, blieb zwar bis zum Ende des 19.Jahrhunderts im Interesse der USA, als jedoch die Roosevelt Admi- nistration 1902 dazu überging, einen Kanalbau in Panama zu favorisieren, waren alle ernsthaften Dis- kussionen über einen nicaraguanischen Kanal beendet.
“Commodore” Cornelius Vanderbilt
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