Gegen Mitte des 19.Jahrhunderts wuchs sowohl das britische als auch das us-amerikanische Interesse an Nicaragua.
Im kalifornischen Goldrausch war Nicaragua zu einer wichtigen interozeanischen Handelsroute zur West- küste der USA geworden.
Als Gegengewicht zu britischen Siedlern, die 1848 San Juan del Norte (Greytown) besetzt und die nicaragua- nischen Regierungsvertreter von dort vertrieben hatten, ermutigte die nicaraguanische Regierung eine us-ameri- kanische Präsenz im Land. Sie vergab die Rechte an dieser Route an Cornelius Vanderbilt, und darüber XXXXX
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hinaus auch für 12 Jahre die Exklusivrechte am Bau eines Kanals, der die Lücke des Wasserweges zwischen San Juan del Norte und San Juan del Sur schließen sollte.
Während der Bauzeit erhielt er die alleinigen Nutzungsrechte an der kombinierten Land-/ Wasserroute zur Beförderung von Passagieren aus dem Osten der USA nach Kalifornien.
Den folgenden Konflikt zwischen britischen und us- amerikanischen Wirtschaftsinteressen legten die Regie- rungen beider Länder in einem bilateralen Vertrag bei, der ohne Einbeziehung der nicaraguanischen Regierung zustande kam. Deren Erwartungen, ökonomische Vor- teile aus der Transportroute zu ziehen, erfüllten sich nicht. Das Unternehmen samt der Häfen, Schiffe, Hotels und Restaurants entlang der Route blieb unter britischer bzw. us-amerikanischer Kontrolle.
Die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Parteien der Konservativen und der der Liberalen be- reiteten schließlich die Bühne für eine der denkwür-
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digsten Invasionen in der Geschichte des Landes.
1855 sahen sich die Liberalen Leóns einer drohenden Niederlage gegen die konservativen Truppen Granadas gegenüber und riefen den berüchtigten Abenteurer William Walker zu Hilfe, der mit 60 Begleitern wenige Wochen später in San Juan del Sur eintraf. Seiner modern bewaffneten Truppe gelang es, einen Dampfer der Vanderbilt Gesellschaft auf dem Nicaragua-See zu kapern.