Entscheidend für den Ausbruch der Mexikanischen Revolution war die enorme Konzentration von Landbesitz, die während der Díaz-Diktatur, dem sogenannten Porfiriat, stattgefunden hatte
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Bei Ausbruch der Revolution 1910 waren 90% der Landbevölkerung landlos, während 1% der Bevölkerung über 96% des Bodens verfügte. Die großen Haciendas fraßen immer mehr Land und zwangen ehemalige Kleinbauern in die Schuldknechtschaft. Trotz blutig niedergeschlagener Streiks von Industriearbeitern waren letztlich die landlosen Bauern mit ihren Forderungen nach “Land und Freiheit” und damit nach einer Agrarreform, die treibende Kraft hinter der mexikanischen Revolution.

Geographisch geteilt waren es im Süden die indiani- schen Dorfgemeinschaften um Emiliano Zapata und im Norden die Kleinbauern um Pancho Villa und Pascual Orozco, die die Revolutionstruppen stellten. Fancisco Madero stand als Liberaler, dem es vor allem um politische und institutionelle Reformen ging, an der Spitze der Bewegung.


In der ersten Phase der Revolution waren die ver- schiedenen revolutionären Gruppierungen geeint in ihrer Opposition gegen den greisen Díaz.
Die Schlacht von Ciudad Juárez im Mai 1911 besiegelte dessen Schicksal und zwang ihn wenig später ins Exil. Gleichzeitig erwuchs Madero aber ein Feind aus den eigenen Reihen: Pascual Orozco. Dieser hatte sich, ebenso wie Pancho Villa, für die Exekution des Kommandanten von Ciudad Juárez, General Navarro, ausgesprochen, da dieser den Festungstruppen Befehl gegeben hatte, inhaftierte Rebellen mit dem Bajonett zu töten. Madero setzte sich in einer erregten Auseinandersetzung erfolgreich für die Freilassung des 80jährigen Kommandanten ein. Orozco wandte sich bald offen gegen Madero. Im März 1912 führte er militärisch eine Konterrevolution gegen Madero an, die von den Viehbaronen Chihua- huas, unter ihnen auch Randolph Hearst, finanziert und mit Waffen versorgt worden war. Maderos Sturz sollte die drohende oder vermutete Beschlagnahme ihrer ausgedehnten Ländereien verhindern. In dieser Situation griff Madero auf einen der dunkelsten Figuren der mexikanischen Geschichte zurück: General Victoriano Huerta, ein verräterischer Intrigant, der zum gefährlichen Despoten werden sollte...