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Muralisten
in den zwanziger Jahren des 20.Jahrhunderts, unmittelbar nach der Mexikanischen Revolution, beauftragte der Erziehungsminister Vasconcelos eine Gruppe junger Künstler mit einer Reihe großer Wandfresken an öffentlichen Gebäuden des Landes. Diese sollten in der Bevölkerung ein Bewußtsein für die mexikanische Geschichte und die Notwendigkeit sozialer Veränderungen und technologischen Fortschritts schaffen.
So entstand das berühmte Trio der Muralisten Diego Rivera (1885-1957), José Clemente Orozco (1883-1949) und David Alfarao Siqueiros (1896-1974).
Riveras Werk war von einer deutlichen, bisweilen vereinfachend moralischen, politisch linken Botschaft durchdrungen. Seine Arbeiten schilderten eindringlich die Unterdrückung der indianischen und ländlichen Bevölkerung. Riveras Anspruch war, die indianischen und spanisch-kolonialen Traditionslinien in einer nationalen Geschichte zusammenzuführen. Seine Murales sind grosse Tableaus, die historische Persönlichkeiten und Ereignisse in oftmals symbolischen Szenen darstellen.
Siqueiros, der während der Revolution auf der Seite der Konstitutionalisten gekämpft hatte, blieb auch danach ein politischer Aktivist, was ihm mehrere Gefängnisaufenthalte einbrachte. Ohne Riveras Realismus transportierten seine Werke die klare marxistische Botschaft in symbolischen Darstellungen von Unterdrückung und Ausbeutung und in der Darstellung der Unterdrücker als groteske Karikaturen.
Orozco war früh von der Revolution enttäuscht und beschäftigte sich mehr mit der Frage nach der menschlichen Natur, als mit historischen und politischen Schilderungen. Seine Werke zeigen Szenen von Unterdrückung, Demütigung und brutaler Gewalt, ohne einfache politische Lösungen anzubieten.
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