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Cuauhtémoc

(1495-1525) Der letzte Herrscher der Azteken ist im heutigen Mexiko ein universelles Objekt der Verehrung; zahllose Denkmäler, Straßen, öffentliche Einrichtungen und sogar eine Biermarke sind nach ihm benannt. Von seiner Biographie vor der Conquista ist wenig bekannt. Die Überlieferung sagt jedoch, dass es Cuauhtémoc gewesen sein soll, der den ersten Speer gegen den gedemütigten Moctezuma, seinen Onkel und Schwiegervater, warf und so den Aufstand der Azteken gegen die Spanier auslöste.

Zunächst wurde jedoch Cuitlahuac Nachfolger Moctezumas. Ihm gelang es auch, die Spanier in der legendären "Noche Triste" vorübergehend aus Tenochtitlán zu vertreiben, bevor er nach nur viermonatiger Amtszeit an den von den Spaniern eingeschleppten Windpocken starb.

Nun wurde Cuauhtémoc vom Rat der Adligen zum König (besser: zum "Sprecher") der Azteken ernannt. In der Zwischenzeit hatte Cortés seine Truppen neu formiert und zahllose Krieger aus Tlaxcala - traditionelle Feinde Tenochtitláns - rekrutiert. Sie belagerten die Azteken-Hauptstadt und forderten Cuauhtémoc zur Kapitualtion auf. Dieser wies die Forderung vehement zurück und drohte, dass alle Azteken, die zum Christentum konvertierten, den Göttern geopfert werden würden. Der Angriff der Spanier und ihrer Alliierten auf Tenochtitlán begann im März 1521. Nachdem es Cuauhtémoc zunächst gelang, die Angreifer zurückzuschlagen, erfolgte am 28. April schließlich der finale Angriff auf die Stadt. Zuerst in eigens dafür konstruierten Booten von der Seeseite, einige Tage später folgten die Landtruppen.

Letzlich fiel Tenochtitlán dem Hunger als Folge der anhaltenden Belagerung zum Opfer. Cuauhtémoc wurde bei seinem Versuch, den Belagerungsring in einem Boot zu durchdringen, um Verstärkung im Umland zu gewinnen, erkannt und verhaftet. Damit war der Widerstand der Belagerten gebrochen.
Zu Beginn seiner Gefangenschaft behandelt Cortés Cuauhtémoc so, wie es einem ranghohen Kriegsgefangenen zustand, doch dann gab er dem Drängen des königlichen Schatzmeisters Aldrete nach, der den Azteken foltern ließ, um ihm Informationen über das Versteck vermeintlicher Schätze abzuringen. Cuauhtémoc überstand die Folter bis ihn der beschämte Cortés schließlich wieder aus den Händen Aldretes befreite.

1525 diente Cuauhtemoc als Freiwilliger in einer Cortés-Expedition nach Honduras. Ein konvertierter Einheimischer überzeugte Cortés von Verschwörungsplänen, die Cuauhtémoc angeblichen gegen ihn hege. Cortés stellte den Azteken vor Gericht und ließ ihn zum Tod durch Erhängen verurteilen. Das Urteil wurde trotz starker Zweifel, die auch zahlreiche Spanier, allen voran Bernal Diaz de Castillo, an der Schuld Cuauhtémocs hegten, vollstreckt. Vor seinem Tod soll Cuauhtémoc der Überlieferung nach Cortés falscher Versprechungen bezichtigt und sich den Vorwurf gemacht haben, dass er sich nicht bereits beim Fall Tenochtitlans selbst getötet hatte. (1495 - 1525)

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